Auf Grund verbesserter Verfahren können wir Ihnen seit kurzer Zeit die IRAP-Therapie auch im Heimatstall anbieten. D.h. es ist zur Blutentnahme und Weiterverarbeitung kein Transport des Patienten möglich. Das notwendige Material Ihres Pferdes wird vor Ort entnommen und direkt in einer mobilen Laboreinheit mit der Anreicherung der entzündungshemmenden Faktoren begonnen.
Bereits am nächsten Tag kann die erste Behandlung des Patienten beginnen. Die Therapie zeichnet sich durch eine hohe Verträglichkeit aus, da nur körpereigene Substanzen verabreicht werden.

Wie funktioniert die Therapie?

Dem Patienten werden mit einer Spezialspritze 50 ml Blut aus der Halsvene unter aseptischen Bedingungen entnommen. In einem speziellen Verfahren wird die Konzentration von eigenem Interleukin Rezeptor Antagonist IL-1RA und verschiedenen Wachstumsfaktoren erhöht. 

Das anschließend gewonnene Serum wird mit Hilfe steriler Filter gereinigt und portionsweise in einzelnen Spritzen aufgezogen. Die zu injizierende Serummenge richtet sich nach der Gelenkgröße und Schwere der Erkrankung.

Das Serum wird unter aseptischen Bedingungen in das zu therapierende Gelenk injiziert. Eingefroren können die restlichen Proben bis zu sieben Monate gelagert werden, so dass Wiederholungen der Injektionen problemlos möglich sind.

Für welche Gelenkprobleme kann die Therapie verwendet werden?

Grundsätzlich kann die IRAP-Therapie bei jeder Art und in jeder Phase einer Gelenkentzündung verwendet werden. 

Aufwand und Kosten der IRAP-Therapie rechtfertigen ihren Einsatz insbesondere bei Versagen der initial konservativen Therapie. 

Das heißt: Wenn das erkrankte Gelenk mit „regulären“ Medikamenten ohne Erfolg vorbehandelt wurde, oder sich die Entzündung verschlimmert, können wir auf diese neue Therapie zurückgreifen.